Brauchtum in Österreich
Jedes Kind kennt und liebt ihn. Auch wenn manche Kinder kurz vor dem 6. Dezember noch einmal nachrechnen, ob er ihnen auch wirklich wohlgesonnen ist: Der Nikolaus ist fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit – nicht zuletzt, weil es am Nikolaustag schon einen Vorgeschmack auf die Weihnachtsgeschenke gibt …
Zahlreiche Wunder soll der Bischof aus Myra im 3. und 4. Jahrhundert vollbracht haben. Heute zählt er zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen der christlichen Religion. Die Tat, die wahrscheinlich zum heutigen Brauch des Nikolaustags geführt hat, ist die „Mitgiftspende“.
Nikolaus Legende – Mitgift für die drei Jungfrauen
Früher war die Mitgift das, was eine Frau mit in die Ehe brachte und wurde in der Regel vom Vater gestellt. Mit Liebe hatten zu der Zeit die meisten Hochzeiten noch weniger zu tun. Wer keine Mitgift stellen konnte, tat sich also auch schwer, seine Töchter zu verheiraten. So ging es auch einem Vater von drei Töchtern, der den einzigen Ausweg darin sah, die Schwestern wegzuschicken. Nikolaus hörte von dem Entschluss und wollte helfen. Also warf er jede Nacht einen Goldklumpen durch das Fenster der Schwestern. In der dritten Nacht ertappte ihn der Vater und dankte ihm dafür, dass er seine Töchter gerettet hatte.
Nikolaus = Weihnachtsmann?
Der Weihnachtsmann, wie wir ihn vor allem aus den Vereinigten Staaten kennen, geht zwar auch auf die Nikolaus Legende zurück, ist aber keinesfalls mit diesem gleichzusetzen. Der Weihnachtsmann hat in vielen Ländern die Funktion des Christkinds übernommen und kommt also am 24. Oder 25. Dezember.
Übrigens: Das rote Gewand und der lange weiße Bart stammen aus einer alten Coca-Cola Werbung aus dem Jahr 1931. Indirekt hat also der Getränkefabrikant den Weihnachtsmann erfunden (und hofft, dass er nicht nur Nüsse, Mandarinen, Schokolade und Spielzeug, sondern auch Cola bringt …)
In den gebirgigen Regionen des Salzburger Landes werden neben die Nikolaus-Brauch noch viele andere Advent-Traditionen gepflegt.